Ergebnisse der Umfrage unter den Cölber Senioren

Im Februar hat der Kurs 23 der Cölber Fokus Ergotherapie-Schule in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Befragung unter den Cölber Senioren durchgeführt. Schüler und Gemeinde wollten herausfinden, welchen Freizeitaktivitäten und Hobbies die älteren Mitbürger nachgehen, wie sie die verschiedenen Hilfs- und Unterstützungsangebote annehmen und zu welchen Personen aus Familie und Bekanntenkreis sie am häufigsten Kontakt haben.
Es wurde auch gefragt, inwieweit die Cölber Senioren Interesse an dem generationenübergreifenden Wohnprojekt haben, welches die Gemeinde auf dem ehemaligen LUWECO-Gelände initiieren möchte.

Die Ergebnisse der Befragung liegen nun vor und sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Es wurden insgesamt 73 Fragebögen von Senioren aus Cölbe und den Ortsteilen zurück gegeben. Es beteiligten sich insbesondere Personen aus der Altersgruppe 65-75 Jahre (68%). Dabei haben insgesamt ungefähr doppelt so viele Frauen wie Männer geantwortet.

45% der Befragten leben allein in ihrem Haushalt, 51% im 2-Personen-Haushalt und die anderen im größeren (Familien-) Rahmen. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der 1-Personen-Haushalte, bereits bei den 71-75-jährigen stellen diese fast die Hälfte.


Antworten zum beabsichtigten generationenübergreifenden Wohnprojekt auf dem ehemaligen LUWECO-Gelände:

Es wurde ein reges Interesse deutlich, in dem generationenübergreifenden Wohnprojekt zu leben. 10% aller Befragten äußerten ein starkes Interesse, 36% zeigten sich etwas interessiert. 
Für Viele käme der Umzug dorthin vor allem bei gesundheitlichen Verschlechterungen (65%) oder bei veränderten familiären Umständen (16%) in Frage.

Von diesen Interessenten wären dann vorwiegend Wohnungen mit Partner (34%), aber auch Wohnungen für 1 Person (28%) sowie Einzelzimmer (22%) und Wohngemeinschaften mit mehreren Generationen (16%) gefragt.
Die Senioren würden sich dann wünschen, dass im Wohnprojekt gemeinsame Mahlzeiten, Hilfe bei Einkauf und Besorgungen sowie im Haushalt und auch gemeinsame Freizeitgestaltung angeboten werden.


Antworten zur Hilfe und diesbezüglichen Angeboten für Senioren in Cölbe:

Bei ihren Alltagstätigkeiten bekommen die Cölber Senioren sehr viel Hilfe von ihren Söhnen und Töchtern (65%) sowie von ihren Enkeln (10%).
Ein Drittel nimmt auch kostenpflichtige bzw. gewerbliche Angebote in Anspruch.

Von diesen sind der Einkaufsbringdienst des REWE-Markts und des Tante-Emma-Ladens in Cölbe sowie die ambulanten Pflegedienste am bekanntesten. Recht unbekannt scheint der Apotheken-Bringdienst zu sein.

Immer wieder genannte Verbesserungsvorschläge bei den Hilfsangeboten waren die Einrichtung einer Helferbörse sowie mehr öffentliche Bekanntmachung / Information bzgl. den vorhandenen Angeboten. Hierüber wird nachzudenken sein, zumal solche Angebote recht unkompliziert umgesetzt werden könnten.


Antworten zur Freizeitgestaltung:

Von den Freizeitangeboten für Senioren gehen 15% der Befragten zu den Seniorennachmittagen, jeweils 6-8% nutzen Seniorengymnastik, evangelischen Frauenkreis, Seniorentanz und den Turnverein

Ansonsten treibt weit über die Hälfte Sport, wobei vor allem Gymnastik, Wassergymnastik und Schwimmen gefragt sind. 22% betätigen sich gern im Garten.
Darüber hinaus sind noch nennenswert: Spaziergänge, Lesen, Handarbeit, Reisen und Musik machen.

An zusätzlichen Angeboten wurden vor allem gemeinsames Wandern (31%), Radfahren (22%) und Computerkurse (22%) gewünscht. Die Fokus Ergotherapie-Schule, der Ortsbeirat Cölbe und der Bürgermeister überlegen derzeit, wie ein Computer-Angebot für Senioren in Cölbe eingerichtet werden könnte.



Antworten zu sozialen Kontakten:

Zu ihren Kindern haben 60% der entsprechenden Befragten täglich Kontakt, 34% wöchentlich, 4% monatlich und 2% seltener.


Täglichen Kontakt zu ihren Nachbarn haben 37%, wöchentlich ist dies bei 57% der Fall.
19% sehen ihre Freunde täglich und 61% wöchentlich.

Insgesamt gaben 36% der entsprechenden Senioren an, dass ihre Kontakte seit Berufsaustritt gleich geblieben sind, bei 8% sind es sogar mehr geworden. Demgegenüber haben im Vergleich zur Zeit ihrer Berufstätigkeit 39% der Senioren weniger Kontakte zu anderen Personen, 17% sogar viel weniger.


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Die Gemeinde Cölbe wird diese Befragungsergebnisse in künftige Überlegungen, die Senioren betreffen, einfließen lassen, damit Cölbe und seine Ortsteile ein lebenswerter Ort für ältere Bürger ist und bleibt.